ABSI 2020: Energiewende Mehr-Wert für die Region – Rückblick

ABSI-2020 Roding @SFV-Nordbayern

16.02.2020 von Anita Dieminger
Energiewende – Mehr-Wert für die Region!
 – unter diesem Motto startete der 27. ABSI-Kongress der bayerischen und österreichischen Solarintiativen in Roding im Jahr 2020. Johann Christl, der schon vor Jahren einen Energiestammtisch ins Leben gerufen und dafür letztes Jahr geehrt worden war, hatte mit 11 Energiewendefreunden extra einen Verein gegründet, um diese Großveranstaltung im Landkreis Cham ausrichten zu können. Mit viel Leidenschaft wies er in seiner Begrüßung auf den Umweltschutz hin und plädierte für eine dezentrale demokratische Energiewende. Auch warnte er vor der zunehmenden Verharmlosung von Atomkraftwerken. Wie groß der Bedarf an tätig werdenden Politikern für eine Energiewende im Landkreis Cham ist, zeigte sich an den 38 persönlich eingeladenen Bürgermeistern-kein Einziger war zur Veranstaltung gekommen. Landrat Löffler wollte sich zu dieser beschämenden Zahl nicht äußern. Herr Christl sagte: Diese Kommunalwahl muss eine Energiewendewahl werden!

Wie wichtig Dezentralität als Zukunftsmodell gesehen werden kann, erklärte Josef Hasler von der N-ERGIE als Keynote zu Beginn der Veranstaltung. Die gute Nachricht zuerst: die Versorgungssicherheit in Bayern ist sehr gut-mit nur ca. 10 min Stromausfall pro Jahr, ist Deutschland ein toller Standort für die Industrie. Mit der Bezahlbarkeit des Stroms ist das aber so eine Sache, denn mit 30 Cent/KWh kommt Deutschland auf Platz 2 in Europa-nur Dänemark ist teurer. Allerdings gilt dieser Preis nur für den Mittelstand. Die Großindustrie kauft ihren Strom für ca. 4-6 Cent/KWh ein. Herr Hasler berichtete, dass immer mehr Menschen ihre Stromrechnung nicht mehr bezahlen können und stellte hier die Frage nach der gesamtgesellschaftlichen Aufgabe. Gerade die Strom-und Wasserversorgung sollte man als eine wichtige Daseinsvorsorge sehen und es nicht aus der öffentlichen Hand geben. Deshalb plädierte er auch dafür, die Stromversorgung in Deutschland möglichst unabhängig von Europa zu gestalten. Er wies darauf hin, dass es sich bei Offshoreanlagen nicht um dezentrale Konzepte, sondern um Anlagen von Großinvestoren handelt. Ebenso sei es bei den großen „Stromautobahnen“, die wie er sagte, doch gar keine Ausfahrten haben. Warum soll die Allgemeinheit geschätzte 100 Milliarden Euro bezahlen, für etwas was mit Energiewende nichts zu tun hat. Dies ist nicht nur eine haltlose Behauptung von ihm, sondern kann von Jedem im Netzentwicklungsplan nachgelesen werden. Zu bedenken gab er auch, dass in Ungarn gerade wieder ein zweiter Atomreaktor gebaut wird. Das Klimaschutzziel der großen Politik für 2020 wurde verfehlt. Nicht besser sieht es für das Jahr 2030 aus. Wir müssen ganzheitlich denken-Sektorenkopplung ist hier der Schlüssel, denn Energiewende bedeutet nicht nur Stromwende!

Den nächsten Vortrag hielt Frau Susanne Jung vom Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V. (SFV). Dieser Verein hat seinen Sitz in Aachen-nur ca. 60 km vom maroden Atomkraftwerk Tihange entfernt. Ihr Thema waren die „Ü20-Anlagen“– PV-Anlagen die nun bald aus der 20-jährigen EEG-Förderung herausfallen. Das betrifft 2021 ca. 20 000 PV-Anlagen, wovon ca. 91 % Kleinanlagen unter 7 KW darstellen. Bayern und Nordrhein-Westfalen sind zahlenmäßig am stärksten betroffen. Doch wie sieht es nun rechtlich mit diesen PostEEG Anlagen aus? Rein rechtlich bleibt die Anlage eine EEG-Anlage, hat Anspruch auf Netzanbindung, auf Eigenverbrauch und auf Abnahme des Stroms unter bestimmten Bedingungen. Doch das rechtliche Problem besteht darin, dass der Gesetzgeber bisher keinen Vergütungsanspruch, sprich Marktpreis festgesetzt hat. Auch besteht keine Abnahme ohne Zuordnung der Veräußerungsform. Eine sonstige Direktvermarktung ist nur zulässig bei 1/4 Stunden Messung und Bilanzierung. Eine wilde Stromeinspeißung ist also nicht möglich-der BDEW kündigte die Abschaltung der Anlagen durch den Netzbetreiber an. Etwas Mut macht bei dieser desolaten Rechtslage die europäische Richtlinie 2018/2001, die eigentlich bis Juni 2021 umgesetzt werden muss. Diese besagt: Energie in Bürgerhand; keine Abgaben und Umlagen für Anlagen bis 30kW (und darüber hinaus); Regelung zur Fortführung der Vergütung aus EE-Anlagen nach Auslauf der gesetzlichen Vergütungszeit. Frau Jung stellte in ihrem Vortrag die Forderung auf, dass mindestens die Betriebskosten zu vergüten sind. Diese Forderung halte ich für grundlegend falsch. Mit dieser „Almosenforderung“ in Verhandlungen zu gehen, ist eine Ohrfeige für jeden Anlagenbetreiber, der umweltfreundlichen Sonnenstrom auf seinem Dach produziert. Das hätte auch zur Folge, dass Keiner mehr Interesse hätte, Überschussstrom zu produzieren und für die Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen, denn Leistung muss auch ordentlich vergütet werden. Eine KWh vom Dach einer Kleinanlage hat die gleiche Leistung wenn sie aus der Steckdose kommt, wie aus einer Großanlage. Wenn man Teil des Gesamtsystems ist, dann muss auch die Vergütung dementsprechend erfolgen. Hätte es damals keine so hohe EEG-Förderung zu Beginn des EEG gegeben, hätte auch kein Solarbauboom stattgefunden-dies sind die Wurzeln der dezentralen Energiewende und das sollte so ein wichtiger Verein wie der SFV auch niemals vergessen.

Hans Urban reihte sich mit einem weiteren sehr spannenden Thema in die Vortragsreihe ein: „Elektroauto-nein danke! Wir warten noch auf den Wasserstoff, denn der löst alle Probleme…“. So hört man es von vielen Seiten der Politik- Andreas Scheuer, Markus Söder oder auch Hubert Aiwanger, wurden mit Presseartikeln zitiert. Schaut man sich nüchtern die Zahlen und die wissenschaftliche Expertise an, so kann Wasserstoff keinesfalls das Allheilmittel sein, besonders nicht für die E-Mobilität von PKWs. Um 100 km mit einem E-Auto zu fahren braucht man, nach Prof. M Schrödl, 22 kWh Strom. Um dieselbe Strecke mit einem Wasserstoffauto zu fahren benötigt man umgerechnet 52 kWh. Das würde also bedeuten, dass wir 1,5 x so viel Solar-, Wind- oder sonstige EE-Anlagen errichten müssten, um dieselbe Leistung zu bekommen. Dabei schaffen wir es nicht einmal jetzt unsere Ausbauziele einzuhalten. Der Weg ist also eigentlich ganz klar vorgegeben, wir müssten nur handeln. Herr Urban erzählte, dass er immer wieder auf Menschen trifft, die sagen, sie warten bis das Wasserstoffauto auf den Markt kommt. Konfrontiert man diese Menschen dann damit, dass es dieses Auto mit dem Toyota Mirai doch schon gibt, aber die Kosten doppelt so hoch sind, wie derzeit beim E-Auto, hat sich diese Diskussion schnell erledigt. Auch wird es sich keine Volkswirtschaft leisten können, zwei verschiedene Ladeinfrastrukturen aufzubauen. Und da es sich beim Wasserstoff nur um einen Energieträger und nicht um einen Energieerzeuger handelt, geht auch dieser Punkt klar an die E-Mobilität. Auch zum Thema Umwelt Verträglichkeit führte Herr Urban einige Beispiele auf. Immer wieder wird auf den Rohstoff Lithium verwiesen, für den ein hoher Grundwasserverbrauch aufgeführt wird. Nach neuesten Studien ist der Lithiumabbau, aber heute deutlich besser als sein Ruf. Aber nun zu den Zahlen: für das Lithium für den Akku eines E-Autos werden ca. 4000-20 000 Liter Wasser benötigt, für 1kg Rindfleisch sind es 15 000 Liter, für 1 Jeans 8000 Liter und für 1 kg Kaffee 21 000 Liter-alles klar? Hans Urban wies aber auch ganz klar auf die Wichtigkeit des Wasserstoffes als Langzeitspeicher in unserem Gasnetz hin. Die Politik ist nun gefragt, nicht abzuwarten und nichts zu tun, sondern die richtigen Weichen für die jeweiligen Bereiche zu stellen. Eine Menge Arbeitsplätze hängen davon ab, vor allem aber das Gelingen der Energiewende-also unser aller Lebensgrundlage.

Dr. Gerd Rosenkranz von AGORA Energiewende legte gleich zu Beginn erschreckende Folien auf. Die aktuelle Klimaerhitzung verläuft etwa 10x schneller, als jede Temperaturänderung in den letzten 20 000 Jahren. Die globale Mitteltemperatur ist aktuell höher als in den letzten 20 000 Jahren. Ohne den Menschen hätte sich die seit 8000 Jahren andauernde sehr langsame Abkühlung (verursacht durch die Präzession der Erdachse) langsam fortgesetzt. Der Januar 2020 war der wärmste Januar weltweit, der jemals gemessen wurde. Die Folgen sind schon jetzt zu beobachten: Die Extremwetterereignisse haben sich seit 1980 verdreifacht. Unsere Bundesregierung strebt Klimaneutralität bis 2050 an. Um die Pariser Klimaziele von unter 1,5 Grad zu erfüllen, müsste laut dem verbleibenden CO2 Budget Klimaneutralität bis spätestens 2035 angestrebt werden. Laut einer Studie sprechen sich 85% der Bevölkerung für mehr Sonnenenergie aus. Herr Dr. Rosenkranz zeigte auch auf, dass die Treibhausgasemissionen 2019, aufgrund des Rückgangs von Stein-und Braunkohle gesunken sind, die Emissionen im Verkehrsbereich aber, aufgrund der steigenden Anzahl an SUVs gestiegen sind. Auch sprach er sich für den Bau von Kabeltrassen, aus finanziellen und umweltrelevanten Gründen aus. Diese Behauptung ließ er jedoch, ohne sie mit einer Studie zu belegen, im Raum stehen. Interessant wäre sicher die Begründung zum Umweltschutz gewesen, denn bei tausenden von Kilometern Trassen-egal ob ober- oder unterirdisch kann sicher nicht von umweltverträglichen Baumaßnahmen die Rede sein. Die momentan veranschlagten 100 Milliarden Euro sollte man meiner Meinung nach ganz einfach für den Bau von PV-Anlagen und Speichern hernehmen-da wäre der Gesellschaft sicher mehr geholfen, als mit ungeliebten Stromtrassen, die keiner vor seiner Haustüre haben will!

Einen beeindruckenden und souveränen Vortrag hielt Herr Christopher Schneider von den Stadtwerken Haßfurt, die durch intelligente Nutzung aller Ressourcen und Digitalisierung einen Versorgungsgrad von 120 Prozent für ihr Stadtgebiet mit EE erreicht haben. Dabei sah er die zukünftige Rolle der Stadtwerke nicht mehr als reinen Energieversorger, sondern vielmehr als digitalen Dienstleister. Sehr interessant waren auch die Beispiele zu einem börsenorientierten Stromtarif der Stadtwerke Haßfurt und die Ausführungen zur Sektorenkopplung mit Wasserstoff inclusive Kostenbetrachtung.

Während seinen Ausführungen betrat der Schirmherr Hubert Aiwanger den Saal, um an der anschließenden Podiumsdiskussion teilzunehmen. Begrüßt wurden die ca. 200 Teilnehmer mit seinen Worten: Liebe Freunde der Sonne und der Energiewende. Eine der ersten Fragen des Moderators, bezogen sich auf den 52 GW-Deckel, der nun eigentlich schon lange Geschichte sein sollte, um den Ausbau der Sonnenenergie nicht weiter zu behindern. Hubert Aiwanger versprach zwar Herrn Altmaier nochmal damit zu konfrontieren, doch eine bessere Nachricht konnte er leider nicht verkünden. Auch sprach er wichtige Themen, wie Mieter-PV, EEG Befreiung für Eigenverbrauch und Sonne als Energieträger der Zukunft an. Zusätzlich monierte er das Nichtvorhandensein von PV auf größeren Industriedächern. Dies ist auf jeden Fall richtig und wichtig, doch sollte sich die Politik endlich nach der Bibel richten, wonach es bei Johannes 2, 1-6 heißt: An ihren Taten sollt ihr sie erkennen. Zu sehr viel Gegenwind führte auch die Aussage von Hubert Aiwanger, Wasserstoff als Antriebstechnologie für PKWs zu forcieren und den Wasserstoff in Afrika und den Emiraten importieren zu wollen. Hier hakte auch Ramona Wüst von Fridays for Future in die Diskussion ein. Richtig sind ein dezentraler Ansatz und die Chance sich vom Ausland unabhängiger zu machen. Dies führte zu großem Applaus. Leider gab es für die anschließende Fragerunde durch das Publikum nur sehr wenig Zeit, was bei der nächsten ABSI-Veranstaltung unbedingt mehr Beachtung finden sollte.

Tag 2 der Tagung, begann mit einem hervorragenden Vortrag von Hans-Josef Fell, der mit aktuellen Zahlen der NASA vom 16.01.20 startete. Demnach wird das Pariser Klimaziel von 1,5 Grad im Jahr 2035 überschritten. Aktuell beträgt die Klimaerwärmung 1,2 Grad über vorindustriellem Niveau. Wenn wir wie bisher „weiter so“ machen, bedeutet das im Jahr 2050 eine Klimaerwärmung von ca. 3 Grad. Das würde einen Meeresspiegelanstieg von 0,5 Metern bedeuten, was Miami, New York, Shanghai, Amsterdam etc. eine existenzielle Bedrohung bedeutet. 55% der Menschheit wären jährlich am mindestens 20 Tagen von TÖDLICHER Hitze bedroht. 30% der globalen Landflächen wären extremen Dürren ausgesetzt, die Welternährung kann nicht mehr gewährleistet werden. Zudem würde es einen Wassermangel für 2 Milliarden Menschen geben. Australien erlebt schon das Inferno der Erdaufheizung. Mindestens 1 Milliarde Singvögel, Reptilien und Säugetiere sind gestorben. Der geschätzte wirtschaftliche Schaden beläuft sich auf ca. 4,5 Milliarden Dollar. Was wie ein Sonntagabendfilm klingt ist bittere Realität. Das Erreichen des 1,5 Grad Ziels von Paris wäre möglich, doch nicht, wenn die Zubauzahlen für PV und Wind immer weniger  werden, Bürgerenergiegenossenschaften durch bürokratischen Aufwand und Ausschreibungen aus dem Markt gedrängt werden und immer mehr Scheinlösungen, wie Erdgas, CCS oder sauberer Atomstrom beworben werden. Erdgas im klassischen Sinn ist in etwa genauso klimaschädlich wie Kohle, gewinnt man neues Erdgas aus Fracking, so übertrifft dieses das Durchschnittsgas sogar um 41% mit seiner klimaschädlichen Wirkung. 61 Länder haben bereits beschlossen, auf 100% EE umzustellen, Bayern und Deutschland gehören leider nicht dazu. Wird das letzte AKW 2022 vom Netz gehen, entsteht in Bayern eine Versorgungslücke, die man, wenn man wollte durch den Zubau von EE decken könnte. Leider kam in Bayern durch die 10-H-Regelung auch die Windkraft zum Erliegen. Deutschlandweit hat durch den Zubau der Windenergie die Zahl der Rotmilane sogar wieder zugenommen-dies zeigte eine entsprechende Grafik (Quelle: KohleNussbaumer, Lausanne). Eine neue Studie von EWG& LUT die Herr Fell zeigte besagt: Die Energiewende ist keine Frage von technischer Machbarkeit oder Wirtschaftlichkeit, sondern eine des politischen Willens. 100% Erneuerbare Energien sind kostengünstiger, als das derzeitige Energiesystem und führen zu 0-Emissionen bis 2030. Die weitestgehend HEIMISCHEN 100% Erneuerbaren Energiesysteme sorgen für Energieunabhängigkeit und unterstützen Millionen von lokalen Arbeitsplätzen im Energiesektor.

Im Anschluss folgten Solarausbaumöglichkeiten vom neu gegründeten Solarverband BayernVernetzungsmöglichkeiten mit openEMS, Vorstellung der Aussteller und Sponsoren, die Vorstellung ausgewählter Projekte von teilnehmenden Initiativen (1. Architects 4 future 2. Mieterstrom im geförderten Wohnbau-BERR e.G. 3. Bauen ohne Öl und Gas-SolarfreundeMoosburg 4. PV-Verpflichtung für zukünftige Baugebiete der Stadt Amberg-SFV Amberg 5. Klimawürfel Erlangen). Als besonders engagierte Comedy-Kurzeinlage, die für viel Schmunzeln und Applaus sorgte, war die Vorstellung des Solarmoduls „Sonnja“, von Manfred Burzler vom SFV Nordbayern. Auch ein Negativbeispiel aus dem Landkreis Cham wurde vorgestellt. Ein engagiertes Mittelstandsunternehmen, wartet nun schon seit 2 Jahren auf die Baugenehmigung einer Kleinwindkraftanlage. Hier wird versucht, mit den Verantwortlichen zu sprechen und auf dem nächsten ABSIKongreß darüber zu berichten. Es folgten die Vorstellung des SINTEG-Projekts-den flexibilisierten Einsatz von Trinkwasserpumpen zur Netzstabilisierung. Jasmin Gleich von CARMEN sorgte für die Auffrischung von Chemiekenntnissen mit ihrem Vortrag zum Thema Status quo-chem. Speicher.

Als positiv ist auch noch die Exkursion nach Cham zur Tochterfirma von Siemens hervorzuheben, die unter anderem Batteriespeicher herstellt und ihre gesamten Hallendächer mit Photovoltaikanlagen bestückt hat. Diese haben wir vor dem Kongress besucht.

Der Waldviertler Heini Staudinger betrat als letzter Redner die Bühne. Er ist ein Revoluzzer in Sachen Klima und Gerechtigkeit: „Der globale Handel ist eine einzige Ungerechtigkeit. Das Strickmuster ist immer dasselbe. Die Starken beuten die Schwachen aus. Eine winzige Clique zieht daraus großen Nutzen, Millionen Menschen erleidet großen Schaden. So „produziert“ dieses System Flüchtlinge. Obwohl wir quasi auf der Butterseite der Ausbeutung leben, so gibt es auch bei uns himmelschreiende Ungerechtigkeiten. So z.B. zehntausende Klein- und Mittelbetriebe leiden unter dem Druck der hohen Abgabelast, während die Großkonzerne (fast) keine Steuern zahlen und für Rechnungen bis zu einem Betrag von 22,- Euro nicht einmal die Mehrwertsteuer abführen müssen. Ich kann das nicht verstehen und frage, warum helfen unsere Regierungen zu den internationalen Konzernen und nicht zu uns? Wandel: Der Druck wächst. Die Wirtschaft findet nicht heraus aus den Sachzwängen und alles läuft weiter wie bisher, es sei denn-wir machen es anders. Die Gruppe derer, die ein anderes, ein gerechteres, ein ökologischeres System will, diese Gruppe wächst und mit ihr wächst auch wieder die Hoffnung!“

Das jährliche ABSI-Treffen bringt genau diese Menschen zusammen, zeigt auf was Heute schon möglich ist und Morgen möglich sein kann. Es motiviert nicht zu resignieren, sondern mit gutem Beispiel voran zu gehen und eine dezentrale Energiewende vorzuleben. Es ist schön Gleichgesinnte zu treffen, interessante Gespräche zu führen und dann wie in unserem Fall mit einem voll besetzten E-Auto ohne Probleme über 200 km gemeinsam nach Hause zu fahren, wo schon die PV-Anlage wartet, um mit grünem Strom vom Dach genau das zu machen, wovon Andere leider immer nur reden.
Quelle und Bilder: 
www.myheimat.de

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