„Die Arbeit hier war mein Leben, mein Traum“

18. Dezember 2017 

Am 31. Dezember wird Block B des Atomkraftwerks Gundremmingen abgeschaltet. An diesem Tag geht auch Michael Trobitz in den Ruhestand.

Sie haben das zusätzliche Kühlsystem erwähnt. Die Gegner des Kraftwerks sind jedoch der Ansicht, dass es nicht sicher genug ist. Ärgert Sie eigentlich die ständige Kritik der Bürgerinitiative Forum, der Grünen und anderer an Ihrer Arbeit und der Ihrer Kollegen?

Trobitz: Wir haben hier Unzähliges installiert, um aus Fehlern anderer zu lernen. Als ich angefangen habe, hat mich die Kritik wahnsinnig geärgert, da war ich noch jung, ein Heißsporn. Mit den Jahren habe ich erkannt, dass Kritik hilfreich ist und gelernt, mich mit anderen Meinungen auseinanderzusetzen, auch wenn ich keinen überzeuge. Ich habe ein professionelles Verhältnis zu Raimund Kamm von der Bürgerinitiative, keine Feindschaft. Sylvia Kotting-Uhl von den Grünen stellt für eine Politikerin technisch anspruchsvolle Fragen. Geärgert hat mich etwas anderes: das Atomunglück in Japan. Denn es wäre vermeidbar gewesen. Mitarbeiter aus Fukushima hatten sich bei uns vor den Ereignissen sogar über mögliche Verbesserungen an ihrer Anlage informiert, umgesetzt wurde aber nichts. Auch in Frankreich muss viel Druck ausgeübt werden, damit sich etwas ändert. Bei uns genügt der Eigenantrieb. Das ist zwar teuer, aber wir lieben nun einmal Sicherheit.

Wären Sie noch gerne geblieben, bis auch Block C vom Netz geht?


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