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11. MÄRZ 2021: 10 JAHRE FUKUSHIMA – MÜNCHEN MARIENPLATZ

11 März um 18:30 bis ca. 20:00

© Bild Rosi Reindl

Wir wollen am 11. März der unschuldigen Opfer und Leidtragenden der atomaren Katastrophe, die sich vor 10 Jahren in Fukushima ereignete, gedenken. Sie mahnen uns, die Gefahr der Atomenergie nicht zu unterschätzen und den Ausstieg aus dieser Technik nicht schleifen zu lassen, denn sie ist und bleibt unkontrollierbar, genauso wie die Langzeitfolgen eines Unfalls unvorhersehbar und gravierend für die ganze Welt sind.

Und wir bedanken uns bei ihnen dafür, dass ihr Ausgeliefertsein, ihre Ohnmacht und aussichtslose Lage in uns ein Auffahren ausgelöst haben. Denn als vor 10 Jahren, am 11. März 2011, die dramatischen Bilder aus Japan zeitversetzt sich auf unsere Bildschirme verbreiteten und uns den Atem anhalten ließen, verursachte das Unfaßbare durch seine Heftigkeit auch wie ein Erdbeben bis in unsere Köpfe und quer durch unsere westlichen Gesellschaften: Wenn ein hochtechnisiertes Land wie Japan diese Technologie nicht beherrscht, wurde es uns klarer denn je: Wir wollten diese Art Energiegewinnung nicht mehr.

ATOMKRAFT IST DIE KRAFT DER ZERSTÖRUNG VON LEBEN UND LEBENSGRUNDLAGEN!

Kurz darauf, noch im selben Monat, waren wir hier in München trotz regnerisch-kaltem Wetter gut 30.000 Menschen auf der Straße und forderten, wie in anderen deutschen und europäischen Städten, einen Stop der Atomkraftwerke und eine Kehrtwende in Sache Energiepolitik.

Tschernobyl, Fukushima, NIE WIEDER!

Und heute? Nach einem fulminanten Start steckt die Energiewende eher in der Sackgasse als weiterhin im Schnellzug. Seitens der Atomlobby macht eine Greenwashing-Kampagne die Atomenergie wieder salonfähig und wirbt unermüdlich für die Sicherheit neuer Reaktoren: Sie sollen angeblich die saubere Lösung zur Klimarettung sein!

Nein, die Atomenergie wird das Klima nicht retten!

Atomenergie ist auf der ganzen Linie ein schmutziges, tödliches Geschäft, vom Uranabbau bis zur (vermeintlichen) Beseitigung der radioaktiven Abfälle, von ihrer zivilen bis zu ihrer militärischen Nutzung. Im Verhältnis zu ihrer Gefährlichkeit trägt sie nur sehr wenig zur weltweiten Stromproduktion bei, dafür produziert sie auch Treibhausgase und hinterlässt zig Millionen Liter vergiftetes Wasser beim Uranerzabbau, sowie destruktive Waffen.

10 Jahre schon (nur?) sind vergangen und es ist gleichzeitig erstaunlich und erschreckend festzustellen, wie schnell der Fukushima-Gau in Vergessenheit geraten ist, wie schnell es stiller wurde um diese Tragödie, obwohl vor Ort nicht nur Menschen, sondern Tiere und Umwelt in Mitleidenschaft gezogen werden, ganz zu schweigen vom Pazifik, der kontinuierlich verseucht wird und damit alle Weltmeere. Und diese Tragödie geht uns allen an, weil wir auf diesem einen Planeten alle miteinander verbunden sind. Das Leid wird sich fortsetzen über viele Generationen von kranken Kindern und unbewohnbaren Landstrichen, über Veränderungen im Erbgut von Tieren und Pflanzen, so wie es in Hiroshima, Nagasaki, Tschernobyl und auf dem Mururoa-Atoll der Fall ist. Deshalb fordern wir

Tschernobyl, Fukushima, NIE WIEDER!

Laurence Wuillemin, München: L.Wuillemin@merkwelt.de
Rosi Reindl, Glonn: rosi_reindl@gmx.de

Weitere Info: www.ausgestrahlt.de

Details

Datum:
11 März
Zeit:
18:30 bis ca. 20:00

Veranstaltungsort

München, Marienplatz
Marienplatz
München, 80331 Deutschland
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